Und plötzlich steht die Welt still

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Ich komme mir in den letzten Tagen wie in einem Film vor und warte insgeheim bis sich die Handlung zum positiven wendet. Denn die allgemeine Stimmung in der Gesellschaft ist nach meinem Empfinden doch schon sehr angespannt. Auch wenn die meisten eine gute Miene zum bösen Spiel machen und sich gegenseitig Mut zusprechen.

Gerade in solchen Situationen wie dem Einkaufen wird das Loch ohne Boden bemerkbar. Dort mutieren manche Menschen regelrecht zu Jäger und Sammler. Das Hamstern wird zur Tagesaufgabe. Der schwächere verliert. Wie wird das erst, wenn tatsächlich eine Ausgangssperre verhängt wird?

An den Aktienmärkten wird die Angst sichtbar. Denn die Kurse steigen und fallen abwechselnd im Rhythmus des Newstickers. Manche Anleger haben bereits mit der Börse abgeschlossen. Andere verstehen sich als einen nüchternen Kapitalisten  und blühen gerade erst so richtig auf. Dabei sollte man nicht vergessen, dass es keinen Königsweg gibt, wann der perfekte Zeitpunkt zum Einstieg ist.

Denn seien wir mal ehrlich. Wer hätte schon gedacht, dass ein Virus die nächste Krise verursacht? Kein Mensch. Und genau das unterscheidet uns Investoren von Spekulanten. Wir wissen, dass wir nichts wissen. Doch wenn sich eine Chance ergibt, so nutzen wir sie eiskalt.

Kausal betrachtet ist es besser überhaupt investiert zu sein als ewig zu warten. Wer mag kann durch den Kauf in Tranchen eine gute Performance erzielen. Dies ist z.B. mit einem Aktiensparplan möglich. So partizipiert man bei weiter fallenden Aktienkursen und muss sich nicht täglich mit der Börse beschäftigen. Denn es gibt ja noch ein Leben abseits des Geldes.

Bei all den „guten“ Einstiegsmöglichkeiten sollte man jedoch nie vergessen, dass man nur das Geld investieren sollte, dass man über hat. Denn wer weiß schon, wie lange das eigene Arbeitsverhältnis noch besteht. Oder wie lange die Dividenden noch fließen? Oder…oder…oder… Alles ist möglich und eben nicht nur graue Theorie.

So investiere ich nicht des investieren wegen. Geld ist mir eigentlich egal. Sondern es geht mir viel mehr um die zukünftigen Möglichkeiten der Lebensgestaltung. Meine Motivation ist fest in meinem Kopf verankert und ich kann mir bildlich vorstellen, warum ich mein Geld an der Börse anlege. Sprich ich habe ein klar definiertes Ziel. Komme was wolle, ich bleibe auf Kurs und kaufe – wenn eine Aktien in meinem Radar auftaucht – nach. Mein Wille ist stärker als meine Emotion.

Ich habe ein für mich passendes „Hausmittel“ gefunden, um die Börse gelassener zu nehmen. Ich konsumiere sehr reduziert Medien und schon gar keine klatsch Nachrichten mit Halbwahrheiten. Denn was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Des weiteren versuche ich die Nachrichten als ein außenstehender aufzufassen. Als würde es mich nicht betreffen. Dies mache ich schon lange, wenn ich nach Lösungen suche. Dadurch kann ich persönlich rational und sachlich über ein Problem nachdenken und bleibe objektiv.

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1 Antwort zu “Und plötzlich steht die Welt still”

  1. Ich sehe es genauso wie du. Dank der Panikmacher und Hamsterkäufer fühlt ich der Alltag wirklich eher an wie eine Zombie Apokalypse. Es fühlt sich wirklich an wie im Film. Zum Glück kommen auch alle Paniker langsam zur Ruhe und sitzen die Krise zuhause aus mit ihren gehamsterten Lebensmitteln und Klopapier. Ich bin gespannt wie es weiter geht und bis dahin bleibe ich ruhig, im Alltag und auch was mein Portfolio angeht.

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