Hin und her, Taschen leer: Warum Sie nicht auf Ihren Bankberater hören sollten

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In der anhaltenden Niedrigzinsphase erleben die Hausbanken einen neuen run auf alternative Geldanlagen wie Aktien, Fonds und Anleihen. Denn das mühevoll gesparte Geld, welches bislang auf dem Sparbuch vor sich hindöst und durch die anhaltende Inflation an Wert verzehrt, kann durch attraktive Geldanlagen ersetzt werden und wieder an Wert gewinnen.

Jedoch sollten Sie ihren Bankberater oder Vermögensberater nicht blind vertrauen. Sie sollten sich immer die Frage stellen, welche Expertise Ihr Berater besitzt. Denn z.B. in einem klassischen BWL-Studium in Deutschland werden Geldanlagen wie Aktien, Fonds und Anleihen höchstens touchiert, oftmals gar nicht erwähnt.

Dies liegt vorrangig an der Akzeptanz gegenüber Aktien. So ist es nicht verwunderlich, dass die reine Aktionärsquote in Deutschland bei nur rund 6 % liegt. Die Erklärung dafür suchen Wissenschaftler und Verbände an den Schmerzhaften Erfahrungen in der dot-com Blase, als auch die Finanzkrise 2008/2009. Auch wird das Wort Aktien oftmals mit Egoismus und Geldgeilheit in Verbindung gebracht. Verstärkt wird die negative Verbindung bei älteren Menschen meiner Meinung nach durch Kapitalistische Filme wie z.B. Wolf of Wallstreet. In diesem Film – den ich selbst mag – wird die Aktionärskultur als sehr aufregend dargestellt. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Investieren in Aktien ist langweilig. Es passiert beim Buy&Hold investieren mitunter Jahre gar nichts. Das verstehen viele Neuanleger nicht. Sie verfallen in Aktivismus und denken, dass es bei Aktieninvestments wie bei der Arbeit sein muss. Man muss immer etwas tuen.

Dabei ist das eigentliche Problem das fehlende Wissen über Finanzen. So lernen Sie z.B. auf dem Gymnasium wie Sie Grenzwerte ausrechnen, jedoch nicht wofür dies gebraucht wird. Dabei sind die Berechnungen von Grenzwerten auch in der Finanzmathematik notwendig für z.B. Endwert als auch Barwert.

Warum Sie selbst Ihr bestes Anlageberater sind

Bei Geld hört die Freundschaft auf. Deshalb sollten Sie Ihre Finanzen selbst in den Griff bekommen. Hören Sie sich die Anlageempfehlungen Ihres Bankberaters an. Am Ende des Gespräches sollten Sie ihn fragen, wie viele Millionen er schon durch seine Anlageempfehlungen erwirtschaftet hat. Spätestens jetzt werden 99 % aller Sparkassen, Volksbanken und Mitarbeiter der Vermögensberatung ins straucheln kommen und die Röte vom Hals aufgehend ins Gesicht steigen.

Denn all jene Berater möchten nur das beste von Ihnen, Ihr Geld. Es gibt genügend „Anlageberater“, die selbst noch nie Aktien besessen haben. Ihnen aber eine Anlageempfehlung aussprechen. Natürlich ist meine Aussage damit nicht allgemeingültig. Sicherlich gibt es auch Berater, die es selbst zu Vermögen gebracht haben.

Ab 25 Euro pro Monat können Sie bereits Aktionär werden

Ich persönlich kam im Jahr 2009 das erste mal mit Aktien in Berührung. Ich erinnere mich noch sehr genau. Es war in meinem ersten Lehrjahr meiner Ausbildung. Mitten in der Finanzkrise geriet auch mein Arbeitgeber in Schwierigkeiten und meldete nach wenigen Monaten Anfang Dezember Kurzarbeit an. Es waren ca. 3 – 4 Wochen Kurzarbeit. Nur wir Azubis und unsere Vorgesetzten waren im Werk. Wir beschäftigten uns mit Aufräumarbeiten.

Ich frug mich schon damals als 16-jähriger, wie es nun den ganzen Kollegen, die zu Hause blieben ging, da einige ja ihre Familie zu ernähren oder Kredite abzuzahlen hatten. Gleichzeitig wusste ich, dass ich solch eine Situation nie selbst erleben wollte und informierte mich erstmals über Aktien durch Google und anschließend mit ersten Finanzbüchern.

Mein persönlicher Rat an Sie ist deshalb, kaufen Sie Bücher über Aktien. Meiden Sie nach Möglichkeit Bücher über sogenanntes Trading, den Forex Handel und (Binäre)-Optionen. All dies sind Finanzinstrumente, die nur einen reich machen – Ihre Bank. Suchen Sie stattdessen nach Bücher über Verfahren zur Aktienbewertungen, fundamentale Analyse, die Finanzpsychologie. Zum leichten Einstieg in die allgemeinen Finanzen kann ich Ihnen das Buch Rich Dad Poor Dad von Robert Kiyosaki empfehlen.

Bei seriösen Depotbanken wie der Consorsbank oder der Commerzbank können Sie bereits ab 25 Euro pro Monat Aktionär werden. So leicht war der Einstieg in Aktien noch nie. Jetzt gibt es meiner Meinung  nach wirklich keine Ausreden mehr, nicht in Aktien zu investieren.
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