Falsche Sparziele: Der Irrglaube der Mittelschicht

Quelle: User cadetrndnov - Pixabay

Beim Sparen macht den Deutschen keiner so schnell was vor. Die aktuelle Sparquote liegt im Schnitt bei knapp 10 % vom Nettoeinkommen. Was sich zunächst lobenswert liest, ist in Wahrheit ein Tropfen auf dem heißen Stein. Denn die Mittelschicht setzt sich nach wie vor nicht mit ihren Finanzen auseinander und verschenkt stattdessen ihr Geld.

Die Europäische Zentralbank ist nicht das Problem

Die EZB wird seit Monaten von den Medien für ihre Geldpolitik abgestraft. Dabei tut das unabhängige Geldinstitut mit Sitz in Frankfurt nur seine Arbeit. Das Hauptziel der EZB ist nach wie vor die Preisstabilität. Dies wird nur durch eine geringe Inflation erreicht.

Das Eigentliche Problem sind die Bürger. Nach wie vor sind die Deutschen von Geldanlagen – besonders Aktien – abgeneigt. Stattdessen wird auf eine Sparstrumpf-Rente oder die Sparbuch-Mafia gesetzt. Das Resümee erlebt die Sparfuchs-Nation jedes Jahr aufs neue. Es wird über die steigende Preise im Einzelhandel gejammert und somit offensichtlich, dass die Inflation bis heute nicht verstanden wurde.

Der Unterschied zwischen der Mittelschicht und den Reichen

Ein weiterer, fundamentaler Unterschied zwischen der Mittelschicht und den Reichen ist die Mittelverwendung. Dies wird deutlich, wenn man sich die Statistiken zu den Sparmotiven der Mittelschicht ansieht. Auf gleicher Höhe mit der Vorsorge für das Alter liegt der Kauf eines Autos. Erst danach wird für das Eigenheim gespart. Schlusslicht ist die Bildung. Ein Armutszeugnis, was tief in unsere Gesellschaft blicken lässt. Die Priorität wird somit deutlich, obwohl jeder weiß, dass auf die gesetzliche Rente kein Verlass ist.

Doch auch die Reichen fahren schöne Autos, wieso als nicht auch die Mittelschicht? Der Unterschied ist dabei jedoch, dass z.B. ein Auto für 50.000 Euro nur 5 % des Vermögens eines Millionärs ausmacht und meist aus dem Cashflow bezahlt wird. Sprich der Millionär zehrt nicht an seinem Vermögen. Bei dem durchschnittsdeutschen wird das Auto für 50.000 Euro meist sogar finanziert oder noch schlimmer geleast. Sprich es macht teilweise 100 % seines Vermögens aus. Beide Finanzinstrumente machen aus einem Bankkunden eine Marionette.

Sie müssen Tag für Tag arbeiten gehen, um den Sprit zu bezahlen, mit dem Sie zur Arbeit kommen. 

Einen Ausweg aus dem Dilemma schafft das Aneignen von finanziellen Wissen. Dann werden Sie auch verstehen, dass jeder Millionär nicht des Geldes wegen Millionär ist, sondern wegen der damit verbundenen Selbstbestimmtheit. Das Geld ist nur Mittel zum Zweck und stiftet per se keinen Nutzen.

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