Die Presse: Die unterschätzte Macht der Meinungsmacher

Quelle: User HarryStueber - Pixabay

Geht es Ihnen derzeit auch so, dass Sie sich von den negativen Nachrichten überrollt fühlen? In den Überschriften der Schlagzeilen der letzten Wochen treffen Sie immer wieder auf die gleichen Übeltäter: Handelskrieg, Brexit, Klimapolitik, Europäische Zentralbank oder die nahende Rezession in Deutschland.

Egal welches Thema Sie aus den fünf genannten herauspicken. Allesamt werden von den Medien als negativ angesehen. Teilweise sogar miteinander in Verbindung gebracht, als eine Art Kettenreaktion. Wirklich belegbare Fakten gibt es dazu keine.

Nur den wenigsten ist bewusst, dass die Presse in unterschiedliche, Politische Lager aufgeteilt ist. Einen guten Überblick darüber liefert diese Grafik.

Bildquelle: swprs.org
Bildquelle: swprs.org

Dabei sollten Sie nicht vergessen, dass auch die Medien und Presse einen Wirtschaftszweig darstellt. Und wie jedes wirtschaftliche Unternehmen am Gewinn  interessiert und gemessen wird.

Dies vergessen wir all zu oft beim täglichen Blick in die Zeitung. Mit diesem Wissen im Hinterkopf sollten Sie – als Kapitalist- jede Nachricht kritisch hinterfragen. Wer hat einen Vorteil durch die Veröffentlichung dieser Nachricht? Und wie können Sie davon partizipieren?

Denn um beim Wirtschaften zu bleiben, haben Nachrichten große Auswirkungen auf kurz- bis mittelfristige Kursentwicklungen von Aktien. Entscheidend ist wie Sie und der Markt die Nachricht verarbeiten. Positiv oder negativ? Und wenn für wen? Nicht nur konkrete Nachrichten über das Unternehmen X oder Y haben Auswirkungen auf den Aktienkurs. Auch politische Nachrichten schlagen sich kurz- und mittelfristig auf den Aktienkurs einzelner Unternehmen oder ganzer Branchen nieder.

Seien Sie der ausgefuchsten Investor

Als Beispiel für einen gnadenlosen Kapitalisten nenne ich die Situation der steigende Anzahl an Neubauten in Deutschland. Die Mehrheit der privaten Aktionäre denkt dabei an den Kauf von Aktien von Vonovia und co..

Um Kapitalistisch zu denken, sollten Sie den Wohnungsbau und Wohnungsmangel in Deutschland nicht zu stark in ihre Bewertung einbeziehen. Stattdessen sollten Sie intensiver grübeln, wie Sie vom weltweiten Bauboom profitieren können, ohne jedoch ein eventuell politisches Risiko der Enteignen eingehen zu müssen.

Es gibt nun viele Ansätze, wie Sie von der Baubranche überproportional profitieren können. Ich persönlich packe das Problem gerne an der Wurzel und habe mich in diesem Fall z.B. auf den elementaren Bau-Stoff konzentriert. Nämlich Sand.

Der Bedarf an Sand nimmt Jahr für Jahr zu. Größter Abnehmer ist die Baubranche. Egal ob Zement, Beton oder Glas. Doch auch in der Halbleiterindustrie wird Sand benötigt. Es gibt viele weitere Branchen. Doch der Abbau wird immer schwieriger, denn einfacher Wüstensand kann für die Baubranche nicht verwendet werden. Der Sand ist zu fein. Die Kosten werden steigen.

Infografik: Sand wird immer teurer | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Daher mache ich mich in diesem Fall als Investor auf die Suche nach Aktiengesellschaften, die Sand abbauen und Exportieren. Konkrete Unternehmen nenne ich jedoch keine. Ich bin ein großer Freund der Eigeninitiative.

Stattdessen möchte ich Ihnen mit auf den Weg geben, dass Sie sich beim lesen von Nachrichten eine eigene Meinung bilden und nicht blind der Masse zustimmen. Um es auf die Börse zu übertragen. Sie können nur dann höhere Renditen einfahren, wenn Sie einen Vorteil gegenüber dem breiten Markt haben. Dazu müssen Sie Wertfrei und differenzierter als der Markt denken.

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