Jetzt rächt sich das Leben auf Pump

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Derzeit geht es weltweit primär um die Eindämmung des Coronavirus. Nur durch die Eindämmung des Virus können wir wieder zur Normalität zurückkehren. Doch im Hintergrund spielen sich noch weitere Dramen ab. Denn immer mehr Unternehmen gehen in den Stand-by Modus und schicken ihre Mitarbeiter nach Hause. Zum einen um die Zahl der Infektionen zu vermindern, zum anderen weil die Lieferketten zusammengebrochen sind. Selbstständige und kleine Unternehmen sind in der schlechtesten Position von allen Wirtschaftsakteuren. Wann es wie weiter geht? Ungewiss.

Kurzarbeit ist keine Dauerlösung

Mir kommt es derzeit so vor, als ob viele Arbeitnehmer dies falsch interpretieren und mehr als einen teilweise willkommenen, zusätzlicher Urlaub verstehen. Ich nehme dieses Grill & Chill am Rheinufer tagtäglich wahr. Die Leute verabreden sich mehr denn je.

Darunter müssen wir alle in naher Zukunft noch sehr leiden. Denn durch die Ignoranz und das in die Länge strecken der Pandemie durch einzelne wird mittelfristig eine große Anzahl von Arbeitslosen auf uns zukommen. Nicht nur in Deutschland, sondern Europaweit. Noch schlechter dran ist dann jeder, der ein Leben auf Pump lebte. Kurzarbeitergeld bedeutet nur 60% des letzten Einkommen. Finanziell noch schlimmer ist dann die komplette Arbeitslosigkeit. Denn in solchen Zeiten, auf denen wir jetzt zusteuern, haben wir wieder einen Arbeitgebermarkt. Die Bewerbungsmappen werden sich bei den Personaler stapeln.

Dies könnte auch weitreichende Folgen für gang Europa nach sich ziehen. So ist doch jetzt schon die Arbeitslosenquote in Spanien bei rund 14 % und in Italien bei rund 10 %. Was wird das erst, wenn es wieder weiter gehen soll?

Wo Verlierer sind, muss es auch Gewinner geben

Derzeit lohnt sich es wieder in Aktien zu investieren. Denn die Ungewissheit spült die Märkte leer. Zum einen weil private Anleger keine Nerven mehr haben, zum anderen weil auch Institutionelle illiquide werden und ihre Aktienposition nicht mehr decken können. Wenn man jetzt bedenkt, dass im Jahr 2010 schon ca. 60 % der Handlungen an der Börse automatisiert gesteuert wurden. Sprich Kauf und verkauf durch mathematische Berechnungen, Trendfolgen im Orderbuch oder durch Schlüssel-Schlagworte in den Nachrichten. Dann wird es heute – 10 Jahre später – noch viel mehr sein. Dadurch entstehen ruckartige Kursverluste, als auch Kursgewinne.

Ich nutze diese Zeit wie manch andere privaten Anleger und kaufe Aktien nach. Natürlich ist auch mein Depot mit derzeit teilweise im Minus. Aber ich sitze das unbekümmert aus, da ich mir zum einen schon vorher Spielregeln festgelegt habe und zum anderen ein Dividendenorientierter Anleger bin. Je niedriger der Einstiegskurs, umso höher die Rendite. So habe ich z.B. heute morgen Aktien eines Unternehmens gekauft, bei dem die Dividendenrendite bei nun fast 20 % ist. Da das Unternehmen im Infrastrukturbereich tätig ist, hat sich auch in der Krise nichts für das Unternehmen verändert. Der Kursverlust ist nicht rational zu begründen.

Pech hat nun jener Aktionär, der Aktien von hoch verschuldeten Unternehmen gekauft hat oder nicht genug diversifiziert hat. Doch aus Fehler lernt man und wenn man nach einer Chance sucht, seine Fehler auszubügeln, dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt dafür gekommen.

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2 Antworten zu “Jetzt rächt sich das Leben auf Pump”

  1. Bitte informiere dich nochmal über die Berechnung des Kurzarbeitergeldes.
    Es sind nicht 60% Prozent des letzten Einkommens.
    Richtig ist: Differenz zwischen dem Netto vor der Kurzarbeit und dem Kurzarbeiter-Netto bilden. Von dieser Differenz bekommst du dann 60% als Kurzarbeitergeld bezuschusst.

    Gruß
    Erwin

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