1. Reise eines Teilzeitrentners: Wie der Schneeball ins rollen kam

Quelle: User Free-Photos - Pixabay

Die meisten Leser haben großes Interesse an einem finanziell sorgenfreien Leben und verbinden damit ein glücklich und erfülltes Leben. Doch nach meinem Empfinden ist dies ein Trugschluss. Denn Geld alleine vollbringt keine Wunder. Und an dem Sprichwort Vorfreude ist die schönste Freude ist doch etwas dran, doch der Reihe nach…

Die Reise in die finanzielle Freiheit begann mit der Erkenntnis, dass das Leben mit viel Geld schöner ist als ohne. Probleme hat jeder. Doch wenn man schon Probleme hat, dann möchte man dabei wenigstens in einem BMW sitzen und nicht in einem Renault Clio.

Doch um in solch eine Situation zu kommen, sollte der BMW zunächst ein Hirngespinst bleiben. Stattdessen wurde anfangen zu sparen… viel zu sparen… Doch dazu mussten die Lebenshaltungskosten radikal gesenkt werden. Vom Monatslohn wurde zunächst das Tagesgeldkonto gefüttert, danach die Miete und weitere Fixkosten. Erst jetzt fiel die Entscheidung zwischen Ravioli oder Naturreis mit Tomatensoße. Mahlzeit!

Bei der Auswahl der richtigen Anlagemöglichkeit siegte zunächst die Unwissenheit. Zunächst wurde mit deinem Tagesgeldkonto einer engländischen Bank und satten 3,5 % Zinsen gestartet.

Doch immer wieder fiel der Blick auf die Broschüre der Sparkasse. Bausparvertrag – Zinsgünstig in Ihr Traumhaus. Die Eltern haben es so vorgelebt. Doch Moment mal, was hat das noch mit Anlegen zu tuen? Nach etwas Recherche stellte sich heraus, dass das Traumhaus schnell zum Klotz am Bein wird. Stattdessen wurde die Expertise von Bankberatern in Anspruch genommen. Denn diese wollen ja schließlich nur das beste von einem. Geld. Und somit konnte auch diese Möglichkeit abgeharkt werden.

Durch Autodidaktik in Verbindung mit den Herrn Kiyosaki und Graham wurde schnell klar, dass Cashflow so cool ist wie es klingt und Aktien der heilige Gral sein müssen. Und so flossen die Euronen Monat für Monat, Jahr für Jahr vom Tagesgeldkonto auf das Discount-Broker-Depot. Egal in welcher Station des Lebens. Als Azubi, als (wieder) Schüler mit Nebenjob, als Student mit Nebenjob oder als Angestellter. Es drehte sich (fast) alles um arbeiten, verzichten, optimieren, sparen, investieren.

Das erstmalige Knacken der sechsstelligen Depotsumme glich dem Gefühl einen 6er im Lotto gehabt haben. Zumindest für wenige Tage. Denn faktisch änderte sich nichts. Es war Ansporn weiter zu investieren. Die Kurswerte der Aktien hoben teilweise in schwindelregende Höhen für einen Jungspund. Doch der Preis dafür war ebenfalls hoch. Während sich die Freunde am Wochenende ins Nachtleben stürzten, kniete man schon wieder in der Arbeit beim Nebenjob. Rückblickend war man völlig vernarrt, übermüdet und völlig grün hinter den Ohren.

Teil 2 folgt

Wie fandest du den Artikel?

Klicke auf Die Sterne

Average rating / 5. Gesamte Bewertungen:

We are sorry that this post was not useful for you!

Let us improve this post!

1 Antwort zu “1. Reise eines Teilzeitrentners: Wie der Schneeball ins rollen kam”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.